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Willkommen bei Research on Language

Research on Language ist eine Open-Access-Zeitschrift mit Double-Blind-Review, die eine Brücke zwischen empirischer Sprachwissenschaft und empirischer Sprachdidaktik schlagen möchte und sich an ein wissenschaftsinteressiertes Publikum richtet. Die inhaltliche Ausrichtung umfasst Themen und Schwerpunkte zur sprachdidaktischen Forschung, Migrationslinguistik, sprachwissenschaftlichen Forschung mit Transfer zur Sprachdidaktik, Lehrkräfteprofessionalisierung im Kontext von sprachlicher Bildung und Sprachbildung im digitalen Kontext. Ein wichtiges Prinzip der Zeitschrift ist die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Das Herausgeberinnenteam freut sich auf Einreichungen!

Offene Ausgabe 2026

Aktuelle Ausgabe 2026/1

Interview zur Zeitschriftengründung

Interview mit Frau Prof. Anja Wildemann und Frau Dr. Katharina Kellermann

Call for papers

Einreichfrist für Abstracts: 31.12.2026
Einreichfrist für Manuskripte: 10.01.2027

Beitragssprache: Deutsch oder Englisch

Ausgabe 02/27: Lesekompetenz, Leseentwicklung, Leseförderung
Literale Sozialisation ist in der digitalen Gesellschaft eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Partizipation. Digitale Recherche, KI-Anwendungen und zeit- sowie ortsunabhängige Lektüre eröffnen neue Zugänge zu Informationen und schaffen zugleich Anreize für die Entwicklung von Lesekompetenz. Gleichzeitig bedarf kompetentes und selbständiges Agieren in der digitalisierten Welt einer Lesekompetenz, die es einem ermöglicht, Informationen gezielt auszuwählen, zu verstehen, zu ordnen, mit anderen Informationen bzw. eigenem (Vor-)Wissen zu verknüpfen und (bspw. im Hinblick auf deren
Verlässlichkeit) zu bewerten.
Die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen jedoch, dass die Lesekompetenz in Deutschland wie auch in zahlreichen anderen OECD-Staaten weiter zurückgegangen ist (vgl. OECD 2026). Als mögliche Ursachen kommen unterschiedliche Faktoren in Betracht. Dazu zählen die veränderten medialen Sozialisationsbedingungen, die zur Abnahme des Leseinteresses führen, die stärker an der konzeptionellen Mündlichkeit orientierte mediengestützte Kommunikation, die zunehmende Heterogenität der sprachlichen und außersprachlichen Voraussetzungen für den Schriftspracherwerb sowie der Umgang der Schule mit der letzteren
(Bertschi-Kaufmann & Graber 2025), der Wortschatzumfang und die Wortschatzorganisation (Juska-Bacher et al. 2016), aber auch die Lesehaltung, d. h. überfliegendes Lesen vs. deep reading (Rosebrock 2026).
Damit rückt die Frage in den Vordergrund, wie sich veränderte mediale Praktiken auf die Entwicklung von Lesekompetenz auswirken und welche Formen der Leseförderung unter Berücksichtigung digitaler Bedingungen und veränderter Lesegewohnheiten und -funktionen erforderlich sind. Neben der Fähigkeit, Informationen effizient zu erschließen und kritisch zu bewerten, gewinnt dabei auch die Bereitschaft, sich längerfristig, vertieft und reflektierend mit Texten auseinanderzusetzen, an Bedeutung. (Literatur-)Lesen zum Genuss und nicht nur als Mittel zur Informationsgewinnung und als Lernwerkzeug gewinnt somit trotz oder gerade wegen der vorschreitenden Digitalität in allen Lebensbereichen wieder an Relevanz.
Vor diesem Hintergrund ist Leseförderung als eine Aufgabe zu sehen, die die komplexe Wechselwirkung verschiedener Bedingungsfaktoren in unterschiedlichen Phasen des Leseerwerbs berücksichtigt: von bspw. phonologischer Bewusstheit in den Anfangsphasen des Schriftspracherwerbs bis hin zur Fähigkeit und Bereitschaft, sich mit literalen Texten selbständig sprachlich und kognitiv, aber auch emotional auseinanderzusetzen, diese gedanklich zu durchdringen, zu reflektieren und im Kontext eigener Erfahrungen, Interessen und Neigungen zu reflektieren und weiter zu denken.
Im Fokus der Themenausgabe sollen daher Lesekompetenz, Leseerwerb und Leseförderung stehen. Willkommen sind Beiträge, die die Modellierung und Operationalisierung der Lesekompetenz, den Leseerwerb und seine Einflussfaktoren und Möglichkeiten der Leseförderung auf theoretisch-konzeptioneller oder empirischer Ebene untersuchen, bspw. zu den folgenden Themen:

  • kognitive und sprachliche Prozesse beim Lesen, etwa aufmerksamkeitsbezogene, lexikalische, semantische und artikulatorische Prozesse
  • Blickbewegungen und Fixationen
  • Leseentwicklung im Erst- und Zweitspracherwerb, insbesondere die Rolle von Wortschatz und Grammatik
  • Lesehaltungen und Lesepraktiken, etwa vertieftes gegenüber überfliegendem Lesen
  • Einflussfaktoren auf Lesekompetenz, etwa phonologische Bewusstheit, Wortschatz und Mehrsprachigkeit
  • Leseinteresse, Lesemotivation und die individuelle Bedeutung des Lesens
  • schulische und außerschulische Lesekontexte unter Bedingungen digitaler Transformation
  • digitales Lesen, KI-gestützte Informationsverarbeitung und die Bewertung von Informationsqualität
  • Möglichkeiten der Leseförderung in digitalen und hybriden Lernumgebungen
  • Lesen als literar-ästhetischer Akt, bei dem Lesegenuss und literar-ästhetische Erfahrungen im Mittelpunkt stehen
  • Die Perspektive auf den (Schul-)Kontext: Lesen im Zeitalter der digitalen Transformation.
  • Ansätze und Methoden der Leseförderung im Deutschunterricht der Primar- und/oder Sekundarstufe.

Literatur

Bertschi-Kaufmann, A., & Graber, A. (2025). Lesekompetenz, Leseleistung, Leseförderung. In A. Bertschi-Kaufmann & A. Graber (Hrsg.), Lesekompetenz – Leseleistung – Leseförderung: Grundlagen, Modelle und Materialien (S. 8-20). Klett/Kallmeyer.
Juska-Bacher, B., Beckert, C., Stalder, U., & Schneider, H. (2016). Die Bedeutung des Wortschatzes für basale Lesekompetenzen. Didaktik Deutsch, 21(40), 20–40.
OECD (2026), PISA 2025 Results (Volume I): Future-Ready Students, PISA, OECD Publishing,
Paris, https://doi.org/10.1787/73451b....
Rosebrock, C. (2026). Literale Sozialisation, Lesekompetenz und Leseförderung in der digitalen Gesellschaft. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo...

Wir freuen uns auf Abstracts, die im Sinne der oben angeführten inhaltlichen Ausrichtung der Zeitschrift aktuelle Arbeiten vorstellen. Abstracts für die siebte Ausgabe können bis zum 30. Dezember 2026 eingereicht werden, sollten einen Umfang von maximal zwei Seiten (exkl. Literaturverzeichnis) haben und u. a. folgende Kriterien erfüllen:

  • Kurze Erläuterung der Relevanz des Themas
  • Skizzierung des theoretischen Hintergrunds und des Forschungsstands und/oder des Forschungsdesiderats
  • Anführung der Forschungsfrage(n)/Hypothese(n)
  • Beschreibung des Forschungsdesigns (inklusive Stichprobe) und des Auswertungsverfahrens
  • Skizzierung vorhandener Ergebnisse bzw. Ausblick auf erwartbare Ergebnisse auf Grundlage der theoretischen Ausführungen
  • Darstellung der Bedeutung der Arbeit bzw. des Mehrwerts für die Sprachdidaktik/Sprachwissenschaft

Die eingereichten Abstracts werden von der Herausgeberinnenrunde begutachtet, welche entscheidet, ob ein Beitrag für das Heft eingereicht werden darf. Anschließend gehen durchlaufen die Beiträge eine anonyme Begutachtung. Die Frist für die Beitragseinreichung ist der 10. Januar 2027.
Beiträge können in deutscher und englischer Sprache eingereicht werden. Akzeptiert werden ausschließlich Originalbeiträge, die nicht bereits an anderer Stelle eingereicht wurden oder bereits erschienen sind. Beiträge von Nachwuchswissenschaftler:innen sind herzlich willkommen.

2026/02 -> Special Issue 

Veröffentlichung Mitte Dezember 2026: Empirische Forschung zu Herkunftssprachen und herkunftssprachlichen
Unterrichtsangeboten in Deutschland

2027/1 → Offene Ausgabe
Call for Papers: 01.05.2026 – 30.06.2026
Einreichungsfrist für Abstracts: 30.06.2026
Veröffentlichung: Anfang Juni 2027

2027/2 → Lesekompetenz, Leseentwicklung, Leseförderung
Call for Papers: 01.11.2026 – 10.01.2027
Einreichungsfrist für Abstracts: 10.01.2027
Veröffentlichung: Mitte Dezember 2027

2028/1 → Offene Ausgabe
Call for Papers: 01.05.2027 – 30.06.2027
Einreichungsfrist für Abstracts: 30.06.2027
Veröffentlichung: Juni 2028

2028/2 → Language Policy
Call for Papers: 01.11.2027 – 10.01.2028
Einreichungsfrist für Abstracts: 10.01.2028
Veröffentlichung: Mitte Dezember 2028

Über die Zeitschrift

Research on Language wurde 2023 von Anja Wildemann and Katharina Kellermann an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Unvierstität Kaiserslautern-Landau (RPTU) gegründet. Vom ersten Tag an, war sie als Open-Access Zeitschrift allen Interessierten konstenlos zugänglich. Ein wichtiges Prinzip der Zeitschrift besteht darin, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Wir sind darum bemüht, konstruktive Rückmeldung in den Reviews zu geben.

Research on Language ist eine Open-Access-Zeitschrift, d.h. alle Inhalte stehen den Nutzer:innen gemäß der BOAI-Definition von Open Access kostenlos zur Verfügung. Alle Nutzer:innen sind berechtigt, die Texte der Artikel zu lesen, herunterzuladen, zu kopieren und für rechtmäßige Zwecke zu verwenden. Die vorherige Zustimmung des Herausgebers/der Herausgeberin oder Autors/Autorin ist nicht erforderlich. Der Inhalt ist durch eine Creative Commons Attribution License (CC BY 4.0) geschützt. Research on Language erhebt keine Article Processing Charges (APCs) oder Article Submission Charges (ASCs) und erlaubt den Autor:innen, das Urheberrecht uneingeschränkt zu behalten.

Gutachter:innen, Autor:innen und Redakteur:innen müssen jeden finanziellen oder nicht-finanziellen Interessenkonflikt im Zusammenhang mit dem Manuskript offenlegen. In Zweifelsfällen sollten die Herausgeberinnen der Zeitschrift kontaktiert werden.

Universitätsbibliothek der RPTU Kaiserslautern-Landau

Die Zeitschrift Research on Language kooperiert mit der Universitätsbibliothek Kaiserslautern. Neben der Veröffentlichung auf der Website von Research on Language werden die Artikel auch auf KLUEDO (Universitätsweiter elektronischer Dokumentenserver Kaiserslautern und Landau) veröffentlicht. KLUEDO ist ein Open-Access-Repositorium. Die Langzeitarchivierung der KLUEDO-Inhalte wird von der Deutschen Nationalbibliothek durchgeführt.

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Dr. Barbara Rieger hat Sprachwissenschaft sowie Medien- und Kommunikationswissenschaft studiert und in Erziehungswissenschaften promoviert. Seit 2016 widmet sie sich an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) der Lehrkräftebildung im Bereich Mehrsprachigkeit, Diversität und Deutsch als Zweitsprache. Als Koordinatorin der Projekte „Heterogenität und Mehrsprachigkeit (HuM)“ sowie „LeseAdler und SchreibFüchse“ ist sie Dozentin und Brückenbauerin an der Schnittstelle zwischen Universität und Kooperationsschulen und erfüllt darüber hinaus Aufgaben rund um Konzeption und Organisation, Öffentlichkeitsarbeit und Grafikdesign.

Die Zeitschrift Research on Language hat sich zum Ziel gesetzt, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Das versuchen wir gezielt über 1) die Bereitstellung verschiedener Dokumente z.B. Stylesheets, die transparent machen, welche Anforderungen mit einem Abstract bei der Zeitschrift Research on Language einhergehen, wie die Einreichungen aufzubauen sind und welche Aspekte von besonderer Bedeutung sind. 2) sind wir darum bemüht den Einreichenden konstruktive Verbesserungsvorschläge in den Gutachten zu übermitteln, damit Sie in Ihrem Schreibentwicklungsprozess Fortschritte erzielen können.

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